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App-Details

  • Aktualisiert
  • Veröffentlicht
    06.09.2020
  • Downloads
    100.000+
  • Erfordert
    6.0
  • Preis
    Free
  • Alterseinstufung
    USK ab 0 Jahren

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Details

Bewertung
4,9von 5
415.00 Rezensionen
Version
2.1.2
Entwickler
taz, die tageszeitung

Wer Nachrichten nicht nur nebenbei überfliegen, sondern eine Zeitung bewusst lesen möchte, findet in taz einen angenehm klaren Ansatz. Ich habe die App als digitale Ausgabe der tageszeitung genutzt und dabei vor allem darauf geachtet, ob sie nach dem ersten Interesse auch im Alltag einen festen Platz verdient. Mein Eindruck: Sie richtet sich weniger an Menschen, die ständig kurze Meldungen sammeln, sondern an Leserinnen und Leser, die sich regelmäßig Zeit für die politische und gesellschaftliche Einordnung nehmen.

Die Anwendung gehört zur Kategorie Nachrichten und Zeitschriften und wird von taz, die tageszeitung entwickelt. Sie ist kostenlos erhältlich, für alle Altersgruppen ab null Jahren freigegeben und läuft ab Android 6.0. In der aktuellen Fassung 2.1.1 wirkt sie wie ein direkter Zugang zur digitalen Zeitung, nicht wie ein überladener Nachrichtenkatalog mit möglichst vielen Zusatzfunktionen.

Vom ersten Lesen zur dauerhaften Gewohnheit

In der ersten Woche liegt der Reiz vor allem darin, dass die App das Zeitunglesen auf dem Smartphone oder Tablet bündelt. Statt einzelne Artikel aus verschiedenen Quellen zusammenzusuchen, öffne ich eine klar abgegrenzte journalistische Ausgabe und kann mich auf deren Auswahl konzentrieren. Das verändert die Nutzung spürbar: Ich springe weniger ziellos zwischen Schlagzeilen hin und her und lese häufiger einen Beitrag bis zum Ende.

Gerade für den Start ist diese Begrenzung hilfreich. Viele Nachrichten-Apps versuchen, mich mit immer neuen Meldungen zurückzuholen. Bei taz steht dagegen die digitale Zeitung im Vordergrund. Das passt zu einem festen Morgenritual, zur Bahnfahrt oder zu einer ruhigen halben Stunde am Abend. Wer die gedruckte taz kennt, wird sich in der Grundidee schnell zurechtfinden; wer nur Newsfeeds gewohnt ist, muss sich zunächst an das langsamere Tempo gewöhnen.

Die App ist dabei nicht automatisch für jeden die beste Wahl. Wenn ich lediglich wissen möchte, was gerade passiert, sind kurze Meldungen, Live-Ticker oder eine klassische Nachrichten-App oft schneller. taz spielt ihre Stärke aus, wenn ich verstehen möchte, warum ein Thema relevant ist und wie unterschiedliche Entwicklungen zusammenhängen. Das ist ein wichtiger Unterschied zur üblichen Startseite voller knapper Überschriften.

Schon in den ersten Tagen fällt außerdem auf, dass die Anwendung nicht versucht, sich zwischen Leser und Inhalt zu drängen. Das ist angenehm, kann aber auch weniger spektakulär wirken. Es gibt keinen spielerischen Sammeltrieb und keine künstliche Belohnung für möglichst viele geöffnete Beiträge. Für mich ist genau das ein Vorteil, wenn ich meine Bildschirmzeit nicht mit dem nächsten Reiz verlängern möchte.

Lesbarkeit und Orientierung beim Lesen

Die Zeitungslogik gibt dem Lesen einen nachvollziehbaren Rahmen: Ich kann erst die Ausgabe überblicken und dann gezielt entscheiden, welchem Beitrag ich Aufmerksamkeit gebe. Das ist für mich übersichtlicher als ein Strom wechselnder Meldungen, bei dem die Reihenfolge ständig neue Dringlichkeit signalisiert. Besonders bei längeren Texten hilft es, nicht gleichzeitig zwischen mehreren Quellen und Themen wechseln zu müssen.

Für dich ausgewählte Artikel

Auf einem kleinen Smartphone-Bildschirm ist konzentriertes Lesen trotzdem nicht für alle gleich bequem. Wer längere Zeit am Stück liest, sollte die Ausgabe wenn möglich auf einem größeren Bildschirm öffnen und die Schrift so darstellen, wie es für die eigenen Augen angenehm ist. Das ist kein Ersatz für gute Gestaltung, aber ein einfacher Weg, die Lektüre an die eigene Situation anzupassen. Unterwegs bleibt das Telefon praktisch für einzelne Texte; für eine ganze Ausgabe bevorzuge ich persönlich mehr Platz.

Für wen sich der Einstieg besonders lohnt

Ich würde die App vor allem Menschen empfehlen, die eine politisch und gesellschaftlich interessierte Lektüre suchen und sich nicht mit einer bloßen Zusammenfassung zufriedengeben. Auch wer morgens bewusst eine Zeitung liest, statt den Tag mit zufälligen Benachrichtigungen zu beginnen, bekommt hier einen passenden digitalen Begleiter. Auf einem größeren Bildschirm lässt sich die Ausgabe zudem entspannter lesen als auf einem kleinen Smartphone, besonders bei längeren Texten.

Ein realistisches Alltagsszenario sieht bei mir so aus: Ich öffne die App nicht bei jeder kurzen Pause, sondern zu einem festen Zeitpunkt. Zuerst verschaffe ich mir einen Überblick, danach wähle ich wenige Texte aus, die ich wirklich lesen will. Diese Reihenfolge verhindert, dass ich mich in einer endlosen Liste verliere. Wer taz dauerhaft verwenden möchte, sollte die App deshalb eher als Zeitungstermin behandeln und nicht als sozialen Feed.

Für Familien ist die Altersfreigabe ab null Jahren zwar unkompliziert, sie sagt aber nichts darüber aus, ob die Inhalte für jedes Kind geeignet oder interessant sind. Die App ist inhaltlich klar auf erwachsene Nachrichtenleser ausgerichtet. Wer eine speziell kindgerechte Nachrichtenaufbereitung sucht, sollte dafür eine andere Anwendung wählen.

Bedienung bei unterschiedlichen Fähigkeiten und Situationen

Eine klare, auf die Zeitung konzentrierte Nutzung kann auch dann hilfreich sein, wenn ich möglichst wenige Ablenkungen brauche. Ich kann mir einen Text vornehmen, statt auf kleine Reize und ständig wechselnde Hinweise reagieren zu müssen. Wer motorisch Schwierigkeiten mit häufigen, präzisen Eingaben hat, profitiert grundsätzlich von einem ruhigen Lesemodus im eigenen Tempo; zugleich sollte man vor dem regelmäßigen Einsatz selbst prüfen, ob Navigation und Darstellung auf dem eigenen Gerät gut zu bedienen sind.

Auch die Umgebung verändert den Nutzen. In einer ruhigen Pause oder zu Hause kann ich mich längeren Beiträgen widmen. In einem vollen Bus, bei blendendem Licht oder wenn ich nur eine Hand frei habe, wird das Lesen auf dem Smartphone anstrengender. Dann ist es realistischer, nur einen ausgewählten Text zu lesen und die umfassendere Lektüre auf später zu verschieben, statt die ganze Ausgabe in ungünstigen Bedingungen erzwingen zu wollen.

Die App ist damit keine Lösung für jede Seh-, Hör- oder Bewegungsanforderung. Wer auf bestimmte Bedienhilfen, eine besondere Vorlesefunktion oder exakt anpassbare Kontraste angewiesen ist, sollte die tatsächliche Darstellung mit den eigenen Geräteeinstellungen ausprobieren, bevor die App zur Hauptquelle wird. Diese praktische Prüfung ist wichtiger als eine allgemeine Annahme, dass eine digitale Zeitung automatisch auf jedem Gerät barrierefrei nutzbar sei.

Was nach dem ersten Monat übrig bleibt

Der entscheidende Test kommt nach der anfänglichen Neugier. Eine Nachrichten-App kann in den ersten Tagen überzeugend wirken und später trotzdem ungenutzt bleiben. Bei taz hängt die langfristige Bindung weniger von neuen technischen Überraschungen ab als von der Qualität der eigenen Leseroutine. Wenn ich regelmäßig Zeit für längere Artikel einplane, bleibt die App sinnvoll. Wenn ich nur gelegentlich eine einzelne Eilmeldung suche, verliert sie schnell an Bedeutung.

Genau darin liegt die dauerhafte Stärke: Die Anwendung unterstützt eine wiederkehrende Lesehandlung, statt ständig neue Nutzungsanlässe zu erzwingen. Ich kann sie als festen Bestandteil meines Tages einsetzen, etwa für eine konzentrierte Lektüre am Morgen oder einen Wochenrückblick. Der Wert entsteht also nicht durch ein einmaliges Ausprobieren, sondern durch die Entscheidung, die digitale Ausgabe tatsächlich zu lesen.

Die hohe durchschnittliche Bewertung von 4,9 bei rund 3.800 Bewertungen zeigt, dass dieses Konzept bei vielen Nutzern gut ankommt. Gleichzeitig sollte man daraus keine Garantie für die eigene Nutzung ableiten. Eine App kann sehr beliebt sein und trotzdem nicht zum persönlichen Nachrichtenstil passen. Wer kurze, möglichst neutrale Agenturmeldungen bevorzugt oder mehrere Quellen in einer einzigen Oberfläche vergleichen möchte, wird mit einem Nachrichtenaggregator wahrscheinlich flexibler sein.

Die Zahl von über 100.000 Installationen zeigt, dass die Anwendung eine etablierte Reichweite besitzt. Für mich ist aber nicht die Reichweite ausschlaggebend, sondern die Frage, ob ich nach einigen Wochen noch einen konkreten Grund habe, sie zu öffnen. Dieser Grund lautet hier: Ich möchte die taz als Zeitung lesen und nicht bloß einzelne Nachrichtenhäppchen konsumieren.

Der tägliche Aufwand bleibt überschaubar, verlangt aber Disziplin

Unter Wartung verstehe ich bei dieser App vor allem den persönlichen Pflegeaufwand. Ich muss keine komplizierte Sammlung an Themenbereichen aufbauen, keine umfangreiche Datenbank sortieren und keine aufwendige Konfiguration vornehmen. Der eigentliche Aufwand besteht darin, mir Zeit zum Lesen zu nehmen und die App nicht nur aus Gewohnheit zu installieren.

Das klingt schlicht, ist aber für den langfristigen Nutzen entscheidend. Eine digitale Zeitung bringt wenig, wenn ich sie nur öffne, um die Überschriften zu sehen. Mein praktischer Tipp ist deshalb, die App an einen vorhandenen Tagesablauf zu koppeln: an den ersten Kaffee, die Mittagspause oder die Fahrt nach Hause. Die Routine sollte realistisch kurz beginnen. Wenn ich mir sofort eine komplette Ausgabe vornehme, steigt die Gefahr, dass ich nach wenigen Tagen abbreche.

Wer viele Apps auf dem Smartphone nutzt, sollte außerdem bewusst entscheiden, welchen Platz taz bekommen soll. Die Anwendung konkurriert nicht nur mit anderen Zeitungen, sondern auch mit sozialen Netzwerken, Podcasts, Newslettern und Browser-Lesezeichen. Ihr Vorteil ist die klare Identität als digitale Ausgabe. Ihr Nachteil ist, dass sie dadurch weniger vielseitig wirkt als eine allgemeine Nachrichtenplattform.

Im Vergleich zu einem Nachrichtenaggregator tausche ich die breite Mischung und die schnelle Gegenüberstellung vieler Quellen gegen eine erkennbare redaktionelle Auswahl. Ein Browser ist flexibler, wenn ich gezielt einen einzelnen Artikel oder verschiedene Publikationen aufrufen möchte; er bietet mir aber nicht denselben geschlossenen Zeitungsrahmen. Für den Alltag kann die Kombination sinnvoll sein: die App für die geplante Lektüre, ein zweiter Zugang für Eilmeldungen oder Themen, die ich aus anderen Blickwinkeln prüfen möchte.

Ich würde die App nicht als einzige Informationsquelle für jede Situation verwenden. Bei aktuellen Ereignissen ist es sinnvoll, zusätzlich andere seriöse Quellen zu lesen und unterschiedliche Perspektiven zu vergleichen. Das ist keine Schwäche der konkreten Anwendung, sondern eine vernünftige Regel für Nachrichtenkonsum. taz funktioniert für mich am besten als bewusst gewählte Zeitung innerhalb eines größeren, aber nicht chaotischen Informationsmixes.

Wo mit der Zeit Ermüdung entstehen kann

Die größte mögliche Ermüdung entsteht durch das feste Format. Wer täglich dieselbe Art von Zeitung lesen möchte, wird diese Konsequenz schätzen. Wer dagegen ständig neue Darstellungsformen, personalisierte Empfehlungen oder kurze interaktive Elemente erwartet, könnte die App nach der ersten Woche als zu geradlinig empfinden. Die reduzierte Ausrichtung ist angenehm, aber sie bietet weniger Abwechslung als ein breit gefächertes Nachrichtenportal.

Auch der Unterschied zwischen schneller Information und ausführlicher Lektüre kann im Alltag zum Problem werden. Wenn ich nur wenige Minuten habe, bringt mir ein längerer Artikel nicht immer den gewünschten Nutzen. In solchen Momenten greife ich eher zu einer kompakten Nachrichtenübersicht. Die App sollte deshalb nicht den Anspruch erfüllen müssen, jede Nachrichtensituation abzudecken. Ihre Stärke liegt in der konzentrierten Lektüre, nicht in der maximalen Geschwindigkeit.

Ein weiterer Punkt ist die Bindung an die redaktionelle Auswahl. Das macht die Zeitung als Produkt erkennbar und verhindert eine beliebige Flut von Meldungen. Gleichzeitig kann ich nicht erwarten, dass jedes persönliche Interessengebiet gleich viel Raum erhält. Wer eine stark individualisierte Themenauswahl benötigt, fährt mit einem Feed aus mehreren Quellen besser. Ich finde es hilfreicher, diese Einschränkung als bewussten Tausch zu verstehen: weniger Beliebigkeit gegen mehr redaktionelle Handschrift.

Für Leser, die hauptsächlich kostenlose Nachrichten suchen, ist der Einstieg zwar unkompliziert, weil die App kostenlos angeboten wird. Der Preis allein entscheidet aber nicht über die passende Lösung. Wer eine möglichst breite Auswahl ohne feste Bindung an eine einzelne Zeitung möchte, wird den Nutzen anders bewerten als jemand, der gezielt die taz lesen will. Die kostenlose Verfügbarkeit macht das Ausprobieren leicht; sie ersetzt nicht die Frage, ob das Leseformat zum eigenen Alltag passt.

Mein Urteil nach dem Gewöhnungseffekt

Nach dem ersten Reiz bleibt taz für mich dann wertvoll, wenn ich Nachrichten als regelmäßige Lektüre und nicht nur als schnelle Aktualisierung sehe. Die App verdient langfristig Platz auf meinem Gerät, weil sie eine klare Aufgabe erfüllt: Sie führt mich zur digitalen Ausgabe der tageszeitung und unterstützt ein ruhigeres, zusammenhängenderes Lesen. Ihre Stärke ist nicht die Menge an Funktionen, sondern die Konsequenz des Konzepts.

Ich würde sie einer Person empfehlen, die politische und gesellschaftliche Themen gern ausführlicher verfolgt, eine erkennbare Zeitungsperspektive sucht und sich eine feste Lesezeit einrichten kann. Ebenso passt sie zu Menschen, die sich von endlosen Feeds lösen möchten. Wer dagegen Live-Informationen, viele Quellen in einer Oberfläche oder eine stark personalisierte Nachrichtenwand erwartet, sollte eher bei einer klassischen News-App, einem Browser oder einem Aggregator bleiben.

Die technische Einstiegshürde ist niedrig: Die App ist kostenlos, läuft ab Android 6.0 und steht in der Version 2.1.1 bereit. Entwickelt wird sie von taz, die tageszeitung. Diese Eckdaten machen sie auch für ältere Android-Geräte interessant, ohne dass ich daraus automatisch eine perfekte Erfahrung auf jedem Bildschirm ableiten würde. Für entspanntes Lesen bevorzuge ich ein größeres Gerät, während das Smartphone vor allem für unterwegs praktisch bleibt.

Mein abschließender Eindruck ist deshalb bewusst differenziert: Die nachhaltige Stärke von taz liegt in der täglichen Lesegewohnheit, nicht in kurzfristiger Unterhaltung. Wenn ich die App als digitale Zeitung öffne, einige Texte aufmerksam lese und sie in meinen Tagesablauf einbaue, bleibt sie nützlich. Wenn ich nur gelegentlich eine schnelle Schlagzeile brauche, wirkt eine andere Nachrichtenlösung zweckmäßiger. Genau diese klare Grenze macht die Anwendung für die richtige Zielgruppe überzeugend.

Häufig gestellte Fragen

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